Digitale Bühne

Hier finden Sie Videoaufzeichnungen von Konzerten, die vom DTKV Berlin im Rahmen der neuen Reihe DTKV Digitale Bühne veranstaltet werden und auf diese Weise trotz der coronabedingten Einschränkungen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden sollen.
Besuchen Sie dazu gerne auch unseren DTKV YouTube Kanal.



15. Juni 2021

Konzert V. | DTKV - Digitale Bühne am 15.06.2021 in der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche - jetzt online!

Am 15.06.2021 fand das 5. Konzert der DTKV Digitalen Bühne mit Mitgliedern des Verbandes in der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche statt. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt noch gültigen Corona-Regelungen der Evangelischen Kirchengemeinde musste das Konzert leider ohne Publikum stattfinden und wurde digital aufgezeichnet. Hier können Sie die Videos sehen!

  

 

PROGRAMM


Jenny Marielle Dilg (Bratsche)

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) | Suite Nr.1 in G Dur für Cello Solo BWV 1007 - Prélude, Allemande, Courante, Sarabande, Menuet I, Menuet II, Gigue


Bachs Solosuiten entstanden in einer Zeit, in der sich viele Erschütterungen ankündigten. Die Industrialisierung stand vor der Tür, die Aufklärung begann sich im Denken zu etablieren, auch Pest-Epidemien wüteten im Europa des beginnenden 18.Jahrhunderts. Vielleicht lässt sich so erklären, warum die erste Suite das Gefühl eines Hin- und Hergerissen-Seins zwischen Melancholie und Optimismus erwecken kann. Der Einführungssatz, die Prélude, ist der wohl berühmteste Satz der Bachschen Suiten und seine Arpeggien bleiben einem noch lange deutlich im Gedächtnis. Darauf folgen sechs Tanzsätze: Allemande, Courante, Sarabande, die beiden Menuette und die Gigue. Die Allemande ist ein Satz in zwei Teilen, dessen besondere Charakteristik der Sechszehntelauftakt, sowie die Aufteilung in zweimal sechszehn Takten ist. Der ganze Satz bewegt sich mit ruhigen Sechszehntelbewegungen. Der nächste Satz, die Courante, wirkt wie eine fröhliche Aufforderung zum Tanz. Die darauffolgende Sarabande hingegen ist viel feierlicher, an diesem Satz ist die Betonung auf der zweiten Zählzeit, sowie die Verwendung von Akkorden von besonderer Wichtigkeit. Die Menuette sind ganz klar strukturiert und der Wechsel von G-Dur zu g-Moll und wieder zu G-Dur wirkt wie ein Anflug von Melancholie, um dann wieder optimistisch zu werden. Der Schlusssatz, die Gigue, ein schneller Satz aus Achteltriolen, beendet die Suite mit Schwung und Heiterkeit. (Quellen: Wikipedia Suiten Violoncello solo [Bach]/ 18. Jhdt./ Geschichte der Pest #14. bis 19. Jhdt.)

 

 

Matthias Haase (Englischhorn) und Insa Bernds (Klavier)

Alec Wilder (1907 - 1980)Sonata for cor anglais and piano  4 Sätze I,II,III,IV  ohne Bezeichnung


Die Musik von Alec Wilder: Alec Wilder war ein amerikanischer Komponist und in vielen Genres zu Hause. Er komponierte klassische Musik, unzählige Songs, von denen viele als Jazzstandard gelten, Opern, Musicals und Musik für Kinder. Nach Kurt Weills Tod führte er die Arbeit mit Arnold Sundgaard weiter und komponierte Kurzopern für den Broadway. Viele seiner Werke waren großen Musikern der Zeit gewidmet: Benny Goodman, Mildred Bailey, Bing Crosby, John Barrows, Gunter Schuller u.v.a. Die Werke für Englischhorn und Klavier sind für den befreundeten Oboisten und Bandleader Mitch Miller entstanden. Seine Tonsprache ist immer harmonisch vielfältig, geprägt von Jazzharmonik, ausgeprägter Chromatik und sehr lyrischen Passagen. Einzigartig ist seine kompositorische Verbindung von Klassik und Jazz, zum Beispiel in seinen berühmten Oktetten. In Frank Sinatra hatte Wilder einen großen Unterstützer und Fürsprecher.

 

 

Jenny Marielle Dilg (Bratsche) und Kiyeon Kim (Klavier)

Johannes Brahms (1833 - 1897) | Sonate Opus 120 Nr.1 für Klarinette und Klavier Fassung für Viola - Allegro appassionato, Andante un poco Adagio, Allegretto grazioso


Eigentlich hatte Johannes Brahms sich fest entschlossen 1891 das Komponieren aufzugeben. Doch als er den Klarinettisten Richard Mühlfeld in der Meininger Hofkapelle spielen hörte, war er so hin und weg, dass er sofort wieder zu schreiben begann - unter anderem die Sonate Op.120 Nr.1, die von einer Klarinette oder einer Bratsche mit Klavier gespielt werden kann. Die Tonart der Sonate - f-Moll - prägt den geheimnisvollen Charakters des ersten Satzes, „Allegro appassionato“. Das melancholische Hauptthema wird vom Klavier ein- und anschließend von der Bratsche weitergeführt. Dieses Motiv zieht sich wie ein roter Faden durch den ganzen ersten Satz, Klavier und Bratsche geben sich einem sehnsuchtsvollen Dialog hin. Einige Dur- Passagen erlauben jedoch einen Lichtblick ins Düstere und so zeigen die Sätze 2 und 3 ein bisschen mehr Optimismus. „Andante un poco Adagio“ - also ein entschleunigtes Andante - lässt die Zuhörerin und den Zuhörer durch seinen gesanglichen Charakter zur Ruhe kommen und die verspielten 32tel kündigen den humorvollen dritten Satz „Allegretto grazioso“ an, dessen leichte und tänzerische Art die Wehmütigkeit des ersten Satzes verwehen lässt. (Quelle: www.kammermusikführer.de)

 

 

Matthias Haase (Englischhorn) und Insa Bernds (Klavier)

Alec Wilder (1907 - 1980) | Air - Andante
Alec Wilder (1907 - 1980) | Piece - sweetly 


Das „Air“ und das „Piece“ sind Klavierreduktionen, eigentlich für Englischhorn und Streicher geschrieben, und schwelgen im romantischen Klang.

 

 

 

>>Hier finden Sie das vollständige Konzertprogramm mit Informationen zu den Werken und Mitwirkenden als PDF zum Herunterladen.

 

Ort:
Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche
Händelallee 20
10557 Berlin


Eine Veranstaltung des Deutschen Tonkünstlerverbandes Berlin e.V.
in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Tiergarten

Logokombination_DTKV-Digitale_Buehne


» Zur Liste "Digitale Bühne"